Ratgeber und Reisen

Mit dem Oldtimer ins Ausland: Gut vorbereitet in den Urlaub

Eine Reise mit dem Oldtimer soll Freude machen. Wer Umweltzonen, Zufahrtsbeschränkungen und einige technische Punkte vorher prüft, erspart sich unangenehme Überraschungen.

· 3 min Lesezeit· Ortungplus Redaktion

Eine Reise mit dem Oldtimer ist etwas anderes als eine Fahrt mit einem modernen Alltagsauto. Man nimmt sich mehr Zeit, plant schönere Strecken und genießt meist schon den Weg zum Ziel.

Trotzdem lohnt es sich, vor der Abfahrt einige Punkte zu prüfen. Neben Technik, Versicherung und Fahrzeugpapieren spielen in vielen europäischen Städten Umweltzonen und Zufahrtsbeschränkungen eine immer größere Rolle.

Umweltzonen in Frankreich

In Frankreich benötigen Fahrzeuge in vielen Städten eine Crit Air Plakette. Für ältere Fahrzeuge kann das zum Problem werden. Fahrzeuge mit einer Erstzulassung vor 1997 erhalten in der Regel keine solche Plakette.

Das bedeutet nicht automatisch, dass eine Reise nach Frankreich unmöglich ist. Entscheidend ist, ob die geplante Strecke durch eine Umweltzone führt und welche Regeln am jeweiligen Reisetag gelten.

Wer nur auf Autobahnen oder außerhalb größerer Städte unterwegs ist, hat häufig weniger Einschränkungen. Bei Fahrten in größere Ballungsräume sollte die Route jedoch vorher genau geprüft werden.

Vorsicht in italienischen Innenstädten

In Italien gibt es in zahlreichen historischen Stadtzentren sogenannte ZTL Zonen. Dabei handelt es sich um Bereiche mit beschränktem Verkehr.

Die Einfahrt ist häufig nur für Anwohner, Lieferdienste oder Fahrzeuge mit einer Genehmigung erlaubt. Kameras erfassen das Kennzeichen automatisch. Ein Strafbescheid kann dadurch erst Wochen oder Monate nach der Reise eintreffen.

Auch wenn das Navigationsgerät eine Strecke direkt durch die Innenstadt vorschlägt, sollte man deshalb auf die Beschilderung achten. Oft ist es entspannter, den Oldtimer außerhalb des Zentrums abzustellen und die letzten Meter zu Fuß zurückzulegen.

Was vor der Reise geprüft werden sollte

Vor einer längeren Fahrt lohnt sich eine Kontrolle folgender Punkte:

  1. Fahrzeugpapiere und Versicherungsunterlagen
  2. Versicherungsschutz im jeweiligen Reiseland
  3. Umweltzonen entlang der geplanten Strecke
  4. Zufahrtsbeschränkungen am Zielort
  5. Zustand von Reifen, Flüssigkeiten und Batterie
  6. Pannenhilfe und Abschleppmöglichkeiten
  7. Werkzeug und wichtige Ersatzteile
  8. Telefonnummern für Notfälle

Ein GPS Tracker kann während der Reise zusätzliche Übersicht schaffen. Der aktuelle Standort und die gefahrene Strecke lassen sich nachvollziehen. Gerade bei längeren Touren kann es auch praktisch sein, wenn eine Vertrauensperson weiß, wo sich das Fahrzeug befindet.

Eine gute Vorbereitung nimmt einer Oldtimer Reise nichts von ihrer Spontaneität. Sie verhindert lediglich, dass ein schönes Wochenende durch eine vermeidbare Strafe oder eine organisatorische Kleinigkeit getrübt wird.

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